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Die 'Semesterberichte' und die Entwicklung der Mathematikdidaktik in der Bundesrepublik Deutschland (1950-1980)


Nach längeren Bemühungen von Heinrich Behnke (1898-1979) erschien im Herbst 1949 das erste Heft der „Mathematisch-physikalischen Semesterberichte' im Verlag Vandenhoeck & Ruprecht in Göttingen. Inhalt und Titel sollten, so der Wunsch des Herausgebers, an die Vorkriegstradition dieser Zeitschrift anknüpfen. Bedingt durch den Tod von Mitbegründer Otto Toeplitz (1940 nach seiner rassistisch begründeten Vertreibung aus Deutschland in Jerusalem) musste Behnke nach neuen Mitherausgebern Ausschau halten. Er entschied sich für den wohl bekanntesten Gymnasialdidaktiker seiner Zeit, für Walter Lietzmann (1880-1959, Göttingen), und für den Mathematiker Wilhelm Süß (1895-1958) in Freiburg. Die ursprüngliche Absicht, den Naturwissenschaftler Bernhard Bavink (1879-1947) als Herausgeber zu berufen, scheiterte an dessen Tod; Joseph Schnippenkötter (1886-1959)1, der eine wichtige Rolle beim Wiederaufbau des Schulwesens in NRW nach dem Krieg spielte und ebenfalls von Behnke in Erwägung gezogen worden war, zog es vor, sich für den Deutschen Verein zur Förderung des mathematischen und naturwissenschaftlichen Unterrichts und seine Zeitschrift „Der mathematische und naturwissenschaftliche Unterricht' (MNU) zu engagieren. Ab dem zweiten Band der Semesterberichte wird Süß namentlich genannt, im ersten Band heißt es allgemein „Herausgegeben … in Verbindung mit dem Mathematischen Forschungsinstitut Oberwolfach'. Diese Kooperation reiht sich ein in die Bemühungen seitens Süß, das im Spätsommer 1944 gegründete Mathematische Forschungsinstitut in die Nachkriegszeit zu retten u. a. durch Nachweis seiner Nützlichkeit. Behnke und Süß kannten sich recht gut, hatte doch ersterer durch Unterstützung von Süß die letzten Kriegsmonate in relativer Ruhe und Sicherheit in Oberwolfach verbracht, eine Tatsache, die gewiss eine Verbindlichkeit seitens Behnke gegenüber Süß begründete. Im von Behnke und Gericke sowie vom Verlag Vanden-hoeck & Ruprecht gezeichneten Nachruf auf Süß heißt es: Mochte es (das Institut in Oberwolfach) von anderer Seite als Zusammenfassung der Kriegsforschung gedacht gewesen sein, Wilhelm Süß hat daraus eine „Insel des Friedens' gemacht,…([12], S. 2) Bemerkenswert ist, dass Behnke schon sehr früh (1941) Süß in das Projekt „Wiederbegründung der Semesterberichte' eingebunden hatte und letzterem nach dem Krieg sogar die Zusammenstellung der Redaktion übertrug. Klar ist allerdings, dass unter den Bedingungen des Dritten Reichs und der Kriegswirtschaft 1941 kein Weg an Süß - insbesondere als DMV-Vorsitzender und damit Verantwortlicher für das mathematische Publikationswesen -, vorbeiführte, wollte man nicht auf die Karte der „Deutschen Mathematik' von Bieberbach u. a. setzen. Auch nach dem Krieg scheinen Süß' Beziehungen und Erfahrungen für Behnke ein wesentliches Argument für die Zusammenarbeit gewesen zu sein, jedenfalls betrieb er die Neubegründung der „Semesterberichte' ab 1946 gemeinsam mit Süß.......

【作者名称】: Klaus Volkert
【作者单位】: Wuppertal, Deutschland
【关 键 词】: Die 'Semesterberichte' und die Entwicklung der Mathematikdidaktik in der Bundesrepublik Deutschland (1950-1980)
【期刊名称】: Mathematical semester reports
【期刊论文数据库】: [DBS_Articles_01]
【期刊论文编号】: 107,449,553
【摘要长度】: 2,930
【上篇论文】: 外文期刊 - Semiconducting large bandgap oxides as potential thermoelectric materials for high-temperature power generation?
【下篇论文】: 外文期刊 - HOMOGENEOUS REACTIONS OF THIOPHENES WITH TRANSITION METALS - A MODELING APPROACH FOR ELUCIDATION OF THE HYDRODESULFURIZATION MECHANISM AND AN EFFECTIVE METHOD FOR THE SYNTHESIS OF UNUSUAL ORGANOSULFUR COMPOUNDS [Review]

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